Gemeinsamer Workshop mit
Dr. Sarah Klosterkamp (Goethe-Universität Frankfurt)
19.–20. Februar 2026 in Hamburg.
Schulden gehören zum alltäglichen Gefüge unserer Gesellschaft – sie strukturieren Lebenswege, formen Institutionen und prägen soziale Ungleichheiten. Die zweitägige Veranstaltung bringt Wissenschaftlerinnen, Praktikerinnen und Akteur*innen aus Justiz, Sozialer Arbeit, Beratung und Medien zusammen, um die vielschichtigen Dimensionen von Verschuldung sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen Perspektiven auf den Alltag mit Schulden, Einblicke in institutionelle Routinen und professionelle Bearbeitungsformen sowie Diskussionen über die gesellschaftlichen und biografischen Folgen von Überschuldung, Wohnprekarität und ungleichen Chancen.
Mit Beiträgen u.a. aus der Sozialen Arbeit, der Amtsgerichtspraxis, dem Gerichtsvollzug, der Alltags- und Armutsforschung, der ökonomischen Analyse wie auch dem investigativen Journalismus öffnet das Symposium einen Raum für interdisziplinären Austausch: von Mietschulden über Privatinsolvenz bis hin zu geschlechtsspezifischer Altersarmut und der medialen Darstellung prekärer Haushalte. Gemeinsam möchten wir erkunden, wie Schulden im Zusammenspiel von Individuen, Institutionen und politisch-ökonomischen Strukturen entstehen – und welche Handlungsspielräume für Forschung, Praxis und öffentliche Debatten sichtbar werden.